• Kirsten Gehlhar und Vincent Hoeber stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.

    Kirsten Gehlhar übergibt die Aufgaben der Studiendekanatsleitung an Vincent Hoeber.

Wechsel in der Leitung des Studiendekanats

Kirsten Gehlhar hat den Modellstudiengang Humanmedizin in Oldenburg mit aufgebaut. Jetzt wechselt sie in eine neue Funktion und übergibt die Leitung des Studiendekanats an Vincent Hoeber.

Was lernen Medizinstudierende in der Universität – und was am Krankenbett in den Krankenhäusern? Wie ist sichergestellt, dass sie den gelernten Stoff verinnerlicht haben? Wann finden wo welche Vorlesungen und Seminare statt? Und vor allen Dingen: Wie kann das Medizinstudium kontinuierlich weiterentwickelt werden? An den Antworten auf diese und viele weitere Fragen war an der Universitätsmedizin Oldenburg von Anfang an immer auch Dr. Kirsten Gehlhar beteiligt.

Rund 15 Jahre nach ihrem Dienstantritt als Leiterin des Studiendekanats hat sie diese Funktion an ihren Nachfolger Dr. Vincent Hoeber übergeben. Sie selbst wechselt in die neue Abteilung „Medical Education“, um sich nun wieder wissenschaftlich mit der Medizindidaktik zu beschäftigen und dabei ihre Erfahrungen als Studiendekanatsleiterin einfließen zu lassen.

Für die Studierenden und Lehrenden war Gehlhar in den vergangenen Jahren das Gesicht des Medizinstudiums. „Es gibt Menschen, die eine Institution prägen, und es gibt Menschen, die eine Institution erst möglich machen – du gehörst zur zweiten Kategorie“, sagte Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften bei ihrer Verabschiedung. 

2011 war Gehlhar aus dem Studiendekanat der Universität Witten/Herdecke nach Oldenburg gewechselt, um den Modellstudiengang mit aufzubauen. Sie gehörte damit dem Gründungsdekanat an und war bereits dabei, als sich im Frühjahr 2012 die ersten Interessierten über den neuen Studiengang informierten und sich wenige Monate später dem Auswahlverfahren stellten. Zum Wintersemester 2012/13 starteten die ersten – gerade einmal 40 – Studierenden. Seitdem ist viel passiert und Kirsten Gehlhar hat alle großen Entwicklungsschritte und ersten Male der UMO begleitet: die ersten Oldenburger Studierenden in Groningen, die ersten Absolventinnen und Absolventen, die positive Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2019, der Anstieg der Studienplätze.

„Wenn ich heute zurückblicke, erfüllt mich vor allem große Dankbarkeit. Was wir gemeinsam erreicht haben – ausgehend von einem neuen Modellstudiengang mit zunächst 40 Studierenden bis hin zu einem etablierten Studiengang mit demnächst 200 Studienanfänger*innen pro Jahr – ist keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements vieler Menschen“, sagte Gehlhar. Sie dankte dem Team des Studiendekanats, der Fakultätsleitung, den Lehrenden und allen weiteren Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Expertise und ihrem Engagement die Ausbildung der Studierenden gestalten. „Gemeinsam haben wir einen Studiengang entwickelt, der sich aus einer erfolgreichen deutsch-niederländischen Kooperation heraus zu einem eigenständigen und innovativen Modell entwickelt hat und heute weit über die Region hinaus wahrgenommen wird. Darauf können wir alle stolz sein.“

Für ihren außerordentlichen Einsatz für die Universitätsmedizin Oldenburg erhielt Kirsten Gehlhar gemeinsam mit dem damaligen Studiendekan Prof. Dr. Dr. Klaus Peter Kohse im Jahr 2019 die Ehrenplakette des Präsidenten, überreicht vom damaligen Universitätspräsidenten Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper.

Nothwang, der ab 2017 als Dekan eng mit ihr zusammengearbeitet hat, betonte besonders ihre Vertrauenswürdigkeit: „Ich konnte dir immer vertrauen – das klingt nach einem einfachen Satz, ist aber einer der größten Auszeichnungen, die man im Berufsleben aussprechen kann.“

Gehlhars Nachfolge hat Dr. Vincent Hoeber übernommen. Nach seiner wissenschaftlichen Tätigkeit am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften wechselte er 2023 ins Studiendekanat der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften. Dort arbeitete er zunächst im Team Lehrkoordination, dessen Leitung er im vergangenen Jahr übernahm. Die Leitung des Studiendekanats übernimmt er in einer Wachstumsphase der Fakultät: Zum Wintersemester 2026/27 steigt die Zahl der Medizinstudienplätze auf 200 pro Jahrgang. „Über das Vertrauen, das mir mit dieser neuen Aufgabe entgegengebracht wird, freue ich mich sehr. Mein besonderer Dank gilt Kirsten Gehlhar, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Ausbildung an der Fakultät VI seit ihrer Gründung maßgeblich geprägt hat. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen, den engagierten Lehrenden und Studierenden fortzusetzen.“, sagte Hoeber.