• Gruppenbild der drei Promovierenden (von links): Wenke Reents, Lena Kayer und Johanne Buhre

    Promovieren mit Rückenwind (von links): Wenke Reents, Lena Kayser und Johanna Buhre. Universität Oldenburg / Matthias Knust

Promotion aus der Pole-Position

Die Universitätsmedizin Oldenburg unterstützt die Promotionen von Johanne Buhre, Lena Kayser und Wenke Reents mit der Dr. med.-Promotionsförderung. Die drei Frauen haben mit ihren Themen überzeugt.

Die Universitätsmedizin Oldenburg unterstützt die Promotionen von Johanne Buhre, Lena Kayser und Wenke Reents mit der Dr. med.-Promotionsförderung. Die drei Frauen haben mit ihren Themen überzeugt und profitieren deshalb im laufenden Semester von einer finanziellen Unterstützung, die es ihnen erlaubt, sich voll auf ihre Forschungsarbeit zu konzentrieren. Außerdem erhalten sie eine strukturierte Betreuung und Begleitung.

Johanna Buhre promoviert an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Oldenburg. Sie forscht zum Geruchsempfinden von Frühgeborenen und untersucht, wie Kinder auf verschiedene Milchgerüche reagieren. Sie interessiert sich dabei besonders für das Zusammenspiel zwischen körperlichen Reaktionen und Hirnaktivitäten. Diese erhebt sie mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS), die mittels harmloser Lichtsignale die Sauerstoffsättigung im Blut sichtbar macht. Ein größeres Wissen über diese Zusammenhänge könnten Mediziner*innen nutzen, um das Umfeld für Frühgeborene möglichst angenehm zu gestalten.

Lena Kayser forscht an der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg. Sie beschäftigt sich mit den Haarzellen des Innenohrs, die als Antwort auf akustische Reize elektrische Potenziale erzeugen. Die Potenziale spiegeln den ursprünglichen Reiz und funktionieren somit ähnlich wie ein Mikrofon. Deshalb heißen sie auch cochleäre Mikrofonpotenziale. Mithilfe einer Elektrode, die auf dem Trommelfell positioniert ist, misst Kayser, wie sich die Amplituden dieser Potenziale verändern – je nachdem, ob nur ein Ohr oder beide akustisch stimuliert werden. So will sie Rückschlüsse über die Verarbeitung von akustischen Reizen unter komplexen Hörbedingungen ziehen. 

Wenke Reents promoviert in der Abteilung „Psychologische Methoden und Statistik“ am Department für Psychologie. Sie untersucht die Auswirkungen, die ein positiver Test auf Humane Papillomviren (HPV) für Betroffene haben kann – auch wenn der kombinierte Gebärmutterhalsabstrich, der sogenannte Pap-Abstich, unauffällig ist. Sie ermittelt, inwiefern ein solches Ergebnis für Betroffene belastend ist. Sie befragt dafür möglichst viele Personen etwa zu ihren Erfahrungen mit HPV-Tests, aber auch zu ihrem Wissen über das Virus. „Ich freue mich, dass ich mich jetzt im Sommersemester voll auf mein Promotionsprojekt konzentrieren kann“, sagt sie.

Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2027 läuft noch bis zum 31. Oktober. Alle Informationen hier: uol.de/fk6/dr-med-promotionsfoerderung