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  • Ein langer Flur, zwei Personen in grüner OP-Kleidung bewegen sich darin. Eine Schiebetür steht offen, der Raumdahinter ist rot beleuchtet. Aus einem weiter hinten liegenden Raum scheint es bläulich-violett.

    Entlang einer zentralen Erschließungsachse mit 75 Metern Länge reihen sich acht Säle des Zentral-OPs auf und gehen nahtlos in den ambulanten OP-Bereich über. Markus Hibbeler

  • Ein heller OP-Raum. Vorn im Bild Kisten mit zahlreichen Geräten und Materialien. Im Hintergrund operiert ein mehrköpfiges Team.

    Zu den Vorzügen der neuen Operationsräume zählen unter anderem deckengebundene Versorgungseinheiten, schattenfreie Lichtdecken und gleitsichtfreundliche Monitore. Markus Hibbeler

  • Weyhe, Philippi und Krefeld in OP-Kleidung im neuen OP. Sie halteneinen symbolischen Förderscheck über 7,8 Millionen Euro.

    Nach dem Bau ist vor dem Bau: Gesundheitsminister Andreas Philippi (M.) überreichte dem Vorstand des Pius-Hospitals einen Förderbescheid für die folgenden Bauabschnitte im Rahmen der Modernisierungsstrategie. Markus Hibbeler

  • Fotografische Draufsicht auf den Pius-Komplex. Ein Teilgebäude im Vordergrund ist gelb markiert.

    Bauen im Bestand: Der Gebäudeteil des Pius-Hospitals, in dem gebaut wird, befindet sich mittig in der Grüne Straße.

Pius-Hospital stellt Zentral-OP fertig

Das Pius-Hospital Oldenburg hat einen zentralen Abschnitt seiner Modernisierungsstrategie erfolgreich abgeschlossen: Der zweite Abschnitt des Zentral-OPs ist nach knapp zweijähriger Bauzeit termingerecht fertiggestellt.

Das Pius-Hospital Oldenburg hat einen zentralen Abschnitt seiner umfassenden Modernisierungsstrategie erfolgreich abgeschlossen: Der zweite Abschnitt des Zentral-OPs ist nach knapp zweijähriger Bauzeit termingerecht fertiggestellt. Damit sind weitere drei Säle in Betrieb genommen. Zusammen mit den bestehenden OP-Sälen der Gynäkologie und der Augenheilkunde verfügt das Krankenhaus über nunmehr fünfzehn Operationssäle für ambulante und stationäre Eingriffe. Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi überbrachte einen Förderbescheid über 7,6 Millionen Euro: Der weitere Um- und Ausbau der angrenzenden Bereiche des Zentral-OPs (Baustufe 3-5) steht unmittelbar bevor.

Sowohl medizinisch als auch baulich setzt der neue Zentral-OP wichtige Impulse. „Digitalisierung, künstliche Intelligenz und robotergestützte Assistenzsysteme eröffnen neue Möglichkeiten, operative Verfahren weiter zu optimieren“, so Prof. Dr. Dirk Weyhe, ärztlicher Vorstand und Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie. „Mit dem vergrößerten Zentral-OP schaffen wir optimale räumliche und technische Voraussetzungen, um diesen Entwicklungen, die das Pius-Hospital maßgeblich vorantreibt, Rechnung zu tragen.“ Die Baumaßnahmen zielten darauf ab, eine Infrastruktur zu schaffen, die nicht nur aktuellen technischen Standards entspricht, sondern dauerhaft tragfähig ist – für hochkomplexe operative Medizin, für sichere Prozesse und für die Menschen, die täglich in diesem System arbeiten. Das Ziel wurde erreicht: Die Teams der Anästhesie, Viszeralchirurgie, Orthopädie, Thorax- und der Gefäßchirurgie finden im Zentral-OP des Pius-Hospitals eine bis ins Detail durchdachte Arbeitsumgebung vor, um Patienten fortschrittlich und sicher behandeln zu können.

Von modularen Wand- und Deckenpanelen, deckengebundenen Versorgungseinheiten über schattenfreie Lichtdecken und gleitsichtfreundliche Monitore bis hin zur leistungsstarken Infrastruktur für das interaktive Videostreaming, z.B. in die Vorlesung oder Tumorkonferenz hinein, haben die Planerinnen und Planer an viele Details gedacht. „Wir haben die ursprüngliche OP-Struktur noch einmal komplett überarbeitet und den aktuellen Anforderungen angepasst. Dabei haben wir in dem alten Gebäudebestand von 1930 bis 1982 große statische und brandschutztechnische Herausforderungen mit unserem Planungsteam gemeistert“ stellt Tobias Kuhl, Leiter Baumanagement fest. Damit soll sich das Arbeiten in diesem anspruchsvollen Bereich ebenso effizient wie angenehm darstellen. „Die Fertigstellung des neuen Zentral-OPs ist ein großer Schritt für unser Haus und ein starkes Zeichen für die universitätsmedizinische Versorgung im Nordwesten“, erklärt Nadine Krefeld, kaufmännische Vorständin. „Mit dieser wichtigen Investition stärken wir nachhaltig unsere Leistungsfähigkeit und schaffen beste Voraussetzungen für eine moderne, sichere und patientenorientierte Versorgung. Alle involvierten Bereiche haben hier fantastische Arbeit geleistet.“

Der neu sanierte OP-Bereich befindet sich an gleicher Stelle wie der frühere Zentral-OP. Er wurde nach der Inbetriebnahme des direkt angrenzenden 2021 eröffneten F-Flügels mit vier OP-Sälen und entsprechenden Einleitungsräumen, stillgelegt. Entlang einer zentralen Erschließungsachse reihen sich nun die neuen und bestehenden Säle auf und gehen nahtlos in den ambulanten OP-Bereich über. Während der Bauphase musste der alte OP-Teil vollständig vom laufenden Betrieb getrennt werden, sodass zwei parallele OP-Einheiten mit eigener Logistik, Infrastruktur und OP-Plänen betrieben wurden. „Ein Kraftakt für das gesamte Team, den wir aber gemeinsam bewältigt haben“, fasst Andreas Luttmann, OP-Koordinator, zusammen. „Jetzt freuen wir uns umso mehr über die neue Phase mit großer Fläche und wieder vereinfachten Abläufen.“ Parallel zu den Arbeiten am „Herzstück“ des Hauses wurde im Geschoss über dem OP die Lüftungsanlage erneuert. Durch präzise gesteuerte Luftströme, hocheffiziente Filtertechnologie und kontinuierliche Qualitätsüberwachung schafft sie ein Umfeld, das höchsten hygienischen Anforderungen gerecht wird und optimale Bedingungen für sichere chirurgische Eingriffe gewährleistet.

„Unsere Kliniklandschaft steht vor großen Herausforderungen“, erklärt Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. „Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur sind wichtig, damit Krankenhäuser zukunftsfähig bleiben. Als Land unterstützen wir diese Maßnahmen mit Mitteln aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm. Ich bin beeindruckt von den zahlreichen Neuerungen, die hier in Oldenburg umgesetzt wurden. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten unmittelbar.“

Im Rahmen seines Besuchs überbrachte Philippi einen Teil-Förderbescheid des Landes Niedersachsen über 7,6 Millionen Euro aus der Gesamtförderung für das übergeordnete Bauprojekt „Neubau F-Flügel und Umstrukturierung Zentral-OP“ mit weiteren Stationen und Bereichen. Denn die Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Der Inbetriebnahme des Zentral-OPs folgt direkt der nächste Bauabschnitt, im dem die angrenzenden Funktions- und Logistikbereiche – darunter OP-Schleusen, Aufwachraum, Umkleiden, weitere Sterilgutlager, Aufenthaltsräume und Bettenwarte – erneuert und teilweise durch Anbauten ergänzt werden. Inklusive des Kern-OPs und der zusätzlich erforderlichen neuen Lüftungszentrale beträgt die Gesamt-Sanierungsfläche Zentral-OP 2.300 Quadratmeter. Im März 2028 sollen die Baumaßnahmen komplett abgeschlossen sein. Das Haus investiert rund 23 Millionen Euro in das seit März 2024 andauernde Bauprojekt.